von Stefan Hoelscher | Aug. 26, 2026 | Allgemein
Sowohl in den USA als auch in Deutschland haben die Renditen 30-jähriger Staatsanleihen das höchste Niveau seit 2007 bzw. 2011 erreicht; japanische Anleiherenditen verzeichnen sogar den höchsten Stand seit 1996. Diese Entwicklung ist einerseits auf die weltweit ausufernde Staatsverschuldung zurückzuführen, andererseits auf die zunehmende Konkurrenz durch massive Anleiheemissionen von Hyperscalern.
Hinzu kommen inflationäre Tendenzen, die durch geopolitische Verknappungen wie im Ölsektor begünstigt werden. Die steigende Verschuldung wird langfristig zu einer Verschlechterung der Bonität insbesondere bei westlichen Industrieländern und damit zu einem schwindenden Vertrauen führen. Meiner Prognose nach werden in naher Zukunft die Staatsausgaben maßgeblich von Anleiheinvestoren bestimmt.
Die Zinszahlungen schrauben sich in einer Negativspirale nach oben – angetrieben durch den höheren Schuldenstand und steigende Kupons, die aufgrund verschlechterter Bonitäten gefordert werden. Folglich werden viele Staaten gezwungen sein, Prioritäten zu setzen und zu entscheiden, was sie sich – wie hier am Beispiel von Deutschland – an aufgeblähten Staatsapparaten, sozialen Leistungen, Rentenzuschüssen oder Entwicklungshilfen oder Finanzierung von NGOs noch leisten können.
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von Stefan Hoelscher | Aug. 3, 2026 | Allgemein
Die meisten Medien sind sich einig: Passives Anlegen sei günstiger – und damit besser. Dabei entsteht leicht der Eindruck, dass Kapitalanlage im Wesentlichen eine Frage der Kostenvermeidung ist und Kompetenz nur eine untergeordnete Rolle spielt. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass die vermeintliche Überlegenheit passiver Investments stark von der jeweiligen Marktphase abhängt. Oft wird als Beleg die Entwicklung des MSCI World herangezogen. Dieser Index bildet die weltweiten Aktienmärkte ab und war in den vergangenen rund 18 Jahren – insbesondere für europäische Anleger – tatsächlich schwer zu übertreffen.
Ein wesentlicher Grund dafür liegt in der Währungsentwicklung. Der US-Dollar stieg über viele Jahre hinweg gegenüber dem Euro nahezu kontinuierlich an – von etwa 1,60 bis zeitweise unter die Parität im Jahr 2022. Davon profitierten Anleger, die im MSCI World investiert waren, da rund 70 Prozent des Index in US-Werten notieren. Nach der Dotcom-Blase hingegen war die Situation umgekehrt: Der Euro gewann deutlich an Stärke, und es war für europäische Anleger vergleichsweise leicht, den MSCI World zu übertreffen.
Europäische Investoren neigen ohnehin dazu, einen höheren Anteil in heimische Märkte zu investieren, da der Euro als Basiswährung mehr Planungssicherheit bietet. Wer jedoch ausschließlich auf den MSCI World setzte, profitierte in den vergangenen Jahren zusätzlich vom starken Dollar und vom Kursfeuerwerk der sogenannten „Magnificent Seven“, die inzwischen knapp ein Viertel des Index ausmachen. Im Vergleich dazu ist der DAX mit rund 2,5 Prozent nur schwach vertreten.
Doch ist ein solches, stark fokussiertes Investment langfristig sinnvoll? Das Jahr 2025 deutet bereits an, dass ein schwächerer US-Dollar die Rendite deutlich belasten kann. Eine breitere Diversifikation erscheint daher ratsam – zumal Währungsentwicklungen langfristig kaum vorhersehbar sind.
Wer sein Depot breiter aufstellt, muss jedoch aktiv entscheiden, welche Märkte und Sektoren berücksichtigt werden sollen. Zwar lassen sich auch solche Strategien mit ETFs umsetzen, doch nicht in allen Marktsegmenten sind passive Ansätze sinnvoll. Je spezieller der Markt, desto stärker lohnt sich aktives Management – etwa bei Small Caps oder in Frontier Markets. Hier können erfahrene Fondsmanager deutliche Mehrwerte schaffen.
Für die Zusammensetzung eines ausgewogenen Portfolios sind aktive Entscheidungen unerlässlich. Der MSCI World allein reicht für ein wirklich diversifiziertes Aktienportfolio nicht aus. Wie bereits zwischen Dotcom-Blase und Finanzkrise zeigen auch die jüngsten Entwicklungen, dass aktives Management in bestimmten Marktphasen helfen kann, bei moderatem Risiko attraktive Renditen zu erzielen.
Wer diese Entscheidungen nicht selbst treffen möchte oder kann, sollte sich intensiv mit den Märkten beschäftigen – oder die Unterstützung eines kompetenten, unabhängigen Finanzberaters suchen. Eine professionelle Begleitung kann Fehlallokationen vermeiden und ist langfristig ihr Geld wert.
von Stefan Hoelscher | Juli 2, 2026 | Allgemein
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von Stefan Hoelscher | Apr. 27, 2026 | Allgemein
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von Stefan Hoelscher | Jan. 21, 2026 | Allgemein
In einer Welt, die nach immer komplexeren Finanzprodukten sucht, setzt Stefan Hölscher auf eine fast vergessene Tugend: Die Delegation an die weltweit besten Experten.